Vom ersten Gespräch bis zur Schlüsselübergabe vergehen beim Hausverkauf in der Regel mehrere Monate. Wie lange es bei Ihnen dauert, hängt vom Objekt, vom Preis, von den Unterlagen und vom Markt vor Ort ab. Die einzelnen Schritte sind aber immer ähnlich. Wer sie kennt, kann besser planen, zum Beispiel wenn ein Umzug oder ein neuer Kauf ansteht.
Wie gehe ich beim Hausverkauf vor?
Am Anfang steht eine realistische Bewertung. Ein zu hoch angesetzter Preis ist erfahrungsgemäß einer der häufigsten Gründe, warum sich ein Verkauf in die Länge zieht. Bei der Werteinschätzung berücksichtigen wir Lage, Zustand und Ausstattung sowie vergleichbare Verkäufe in Herzogenaurach, Erlangen und den umliegenden Gemeinden.
Welche Unterlagen brauche ich für den Hausverkauf?
Parallel zur Bewertung sollten Sie die Unterlagen zusammenstellen. Je nach Objekt gehören dazu:
- ein aktueller Grundbuchauszug
- der Energieausweis. Er muss Kaufinteressenten spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden (§ 80 GEG), Kennwerte daraus gehören bereits in die Immobilienanzeige.
- die Flurkarte
- Grundrisse, Wohnflächenberechnung und Baupläne
- bei Wohnungen die Teilungserklärung, Protokolle der Eigentümerversammlungen und der Wirtschaftsplan
- bei vermieteten Objekten die Mietverträge
Je nach Behörde und Vollständigkeit Ihrer eigenen Akten kann die Beschaffung einige Tage bis mehrere Wochen dauern. Wer früh beginnt, vermeidet Verzögerungen.
Wie lange dauern Vermarktung und Besichtigungen?
Mit Exposé, Fotos und Grundrissen beginnt die Vermarktung. Diese Phase ist am schwersten vorherzusagen. Sie hängt vor allem vom Preis und von der Nachfrage nach genau Ihrem Objekttyp ab. Sinnvoll ist es, Besichtigungen zu bündeln und vorab zu klären, ob die Interessenten ernsthaft und finanziell in der Lage sind zu kaufen.
Warum ist die Finanzierungsbestätigung des Käufers wichtig?
Bevor ein Notartermin vereinbart wird, sollte die Finanzierung des Käufers geklärt sein. Eine erste Bestätigung der Bank ist meist unverbindlich. Verlässlich ist erst die endgültige Finanzierungszusage, die die Bank nach Prüfung der konkreten Immobilie erteilt. Das kann einige Wochen dauern.
Wann kommt der Kaufvertragsentwurf vom Notar?
Der Notar erstellt den Kaufvertrag nach den Angaben beider Seiten. Bei Verbraucherverträgen, etwa wenn ein Unternehmer an einen privaten Käufer verkauft, soll der Käufer den beabsichtigten Vertragstext im Regelfall zwei Wochen vor der Beurkundung erhalten (§ 17 Abs. 2a BeurkG). Auch bei Verkäufen zwischen Privatleuten verschicken Notare den Entwurf üblicherweise vorab, damit beide Seiten ihn in Ruhe prüfen können.
Was passiert nach dem Notartermin?
- Der Notar beantragt eine Auflassungsvormerkung im Grundbuch. Sie sichert den Anspruch des Käufers auf das Eigentum.
- Er holt nötige Erklärungen ein, etwa ob die Gemeinde ein Vorkaufsrecht ausübt. Dafür hat sie bis zu drei Monate ab Mitteilung des Vertrags Zeit (§ 28 BauGB). Außerdem kümmert er sich um die Löschung bestehender Grundschulden.
- Sind alle Voraussetzungen erfüllt, teilt der Notar dem Käufer die Fälligkeit des Kaufpreises mit. Die Zahlungsfrist steht im Kaufvertrag.
- Nach Eingang des Kaufpreises werden in der Regel Schlüssel und Unterlagen übergeben. Die Umschreibung im Grundbuch folgt, sobald unter anderem die Grunderwerbsteuer bezahlt ist.
Wie lange dauert ein Hausverkauf insgesamt?
Eine verlässliche Zahl gibt es nicht. Erfahrungsgemäß sollten Sie insgesamt mehrere Monate einplanen, bei besonderen Objekten oder einem zu hohen Angebotspreis auch deutlich länger. Vom Notartermin bis zur Zahlung des Kaufpreises vergehen meist noch einige Wochen.
Was den Verkauf beschleunigt: vollständige Unterlagen von Anfang an, ein marktgerechter Preis und Käufer mit geprüfter Finanzierung.
Stand: Oktober 2026. Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Hausverkauf?
In der Regel mehrere Monate. Am schwersten planbar ist die Vermarktung. Nach dem Notartermin vergehen meist noch einige Wochen bis zur Zahlung und Übergabe.
Welche Unterlagen brauche ich für den Hausverkauf?
Unter anderem einen aktuellen Grundbuchauszug, den Energieausweis, die Flurkarte, Grundrisse und die Wohnflächenberechnung. Bei Wohnungen kommen die Teilungserklärung und die Protokolle der Eigentümerversammlungen hinzu.
Wann bekomme ich als Verkäufer das Geld?
Nachdem der Notar die Fälligkeit mitgeteilt hat, zahlt der Käufer innerhalb der im Kaufvertrag vereinbarten Frist. Voraussetzungen sind unter anderem die eingetragene Auflassungsvormerkung und die Erklärung der Gemeinde zum Vorkaufsrecht.

